15 kurze Fragen an Schemanns

  • Wie viele Stunden üben Sie täglich?
    Selten mehr als sechs Stunden. Dabei ist der gesamte Tagesrhythmus immer auf das Klavier abgestimmt: Die wachsten und energievollsten Stunden gehören dem Klavier.

  • Aus welchen Gründen haben Sie sich das Klavier als Instrument ausgesucht?
    Das Klavier ist für uns der König der Instrumente. Der Klangreichtum und die unendlich vielen Möglichkeiten der Gestaltung üben auf uns eine einzigartige Faszination aus.

  • Wieviele Konzerte geben Sie pro Jahr?
    Das ist unterschiedlich. Im Duo nicht mehr als 30, dazu kommen ebenfalls höchstens weitere 30 im Solo von Dinis.

  • Was lieben Sie besonders an Ihrem Beruf?
    Dass wir uns den Großteil unserer Zeit mit Dingen beschäftigen können und sogar müssen, die uns Freude machen - allem voran natürlich das Klavierspielen.

  • Was machen Sie eigentlich in Ihrer Freizeit?
    Am liebsten verbringen wir unsere Freizeit gemeinsam. Wir wandern, fotografieren, lesen, gehen in Ausstellungen, reisen, schauen uns gute Filme an, und: spielen Klavier!

  • Haben Sie Kinder?
    Leider nicht. Aber wir haben ganz wunderbare Neffen und Nichten!

  • Wo leben Sie?
    Wir leben in Gröbenzell, das ist ein Vorort von München - für uns eine ideale Wohngegend. Wir sind zügig am Flughafen sowie am Münchner Hauptbahnhof, wenn es auf Konzertreise geht. Und für Ausflüge in die Natur sind das Fünf-Seen-Land und das Alpenvorland ein wunderschönes Fleckchen Erde!

  • Welche Komponisten spielen Sie am liebsten?
    Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, weil es viele fantastische Werke von verschiedensten Komponisten gibt. Wenn wir uns schweren Herzens entscheiden müssten, dann würden wir wohl Schubert, Brahms, und im Solo auch Beethoven nehmen.

  • Welche Musik hören Sie?
    Schwerpunktmäßig natürlich Musik aus dem klassischen Bereich, der liegt uns einfach am meisten. Wir hören aber auch sehr gerne andere Genres - vom portugiesischen Fado über Weltmusik bis hin zum Jazz. All die Musik, bei der man nichts anderes nebenbei macht, sondern mit ungeteilter Aufmerksamkeit in die Musik eintaucht.

  • Wer kocht bei Ihnen?
    Aus Zeitgründen koche ich, Susanne, meist alleine. Ich liebe das Kochen, weil es mich gedanklich vollkommen entspannt. Übrigens stellen wir in unserer Rubrik "Mit Liebe gekocht" jeden Monat eines unserer leckeren Rezepte ein!

  • Mit wieviel Jahren haben Sie mit dem Klavierspiel begonnen?
    Susanne: mit 8 Jahren, nachdem ich zuvor bereits zwei Jahre vergeblich darum gebeten hatte.
    Dinis: mit 4 Jahren - ich hatte das Glück, dass ein Klavier bei mir im Kinderzimmer stand. Mit 6 Jahren soll ich meiner Mutter bereits mitgeteilt haben, dass ich Pianist werden möchte.

  • Wie schaffen Sie es, trotz Ihrer vielen Arbeit in Ihren Konzerten immer frisch und ausgeruht zu sein?
    Erstens gibt uns die Arbeit selbst Kraft, und zweitens achten wir sehr darauf, dass wir uns immer wieder eine Ruhepause gönnen. Dann ziehen wir uns zurück - wir nennen es "Musikklausur". In diesen Zeiten machen wir nichts anderes als Ruhe zu tanken - in Zweisamkeit und mit der Musik.

  • Wie sieht bei Ihnen ein Konzerttag aus?
    Wir reisen häufig bereits am Vorabend des Konzerts an. Am Konzerttag machen wir morgens einen Spaziergang, mittags schlafen wir, nachmittags gehen wir zur Probe in den Saal, um Flügel und Akustik kennenzulernen. Nach der Probe wird nochmal geruht, damit wir im Konzert topfit sind.

  • Wo machen Sie Urlaub?
    Unterschiedlich. Was sich jedes Jahr wiederholt, ist unser Wanderurlaub in Portugal im Winter, und unser Sommerurlaub zuhause. (schauen Sie mal in unserer Rubrik "Privates" unter "Wanderungen/Reisen" rein!)

  • Was wünschen Sie sich für Ihre persönliche Zukunft?
    Dass wir noch möglichst lange unseren glücklichen Weg zu zweit fortsetzen können.

Ungarischer Tanz in Des-Dur von Johannes Brahms (live):

Fernab jeder aufgesetzten Theatralik spürt man, wie alles von innen heraus gestaltet wird, niemals routiniert oder gar distanziert, sondern engagiert bis zur Erschöpfung. Nichts konnte das besser bezeugen als die atemlose Stille, die nach dem Ende der Schubert-Fantasie im Saal eintrat. Dieser Schubert traf mitten ins Herz.
Teckbote, 24.09.2015

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